Individuelle Gesundheitsleistungen

Leider haben die „individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL), von denen hier die Rede ist, sehr wenig mit den possierlichen Insektenfressern zu tun. Vielmehr sind damit Diagnose- und Behandlungsmethoden gemeint, die nicht (!) zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören und vom Patienten selbst bezahlt werden müssen. Der Verbraucherschutz beurteilt die Leistungen kritisch. Ob eine IGeL sinnvoll ist und welche Alternativen es gibt, sagt Ihnen Ihr Arzt oder die Heimat Krankenkasse.

Hochwertige ärztliche Versorgung ist gewährleistet

Als Mitglied der Heimat Krankenkasse bekommen Sie und Ihre Familie jederzeit eine hochwertige ärztliche Versorgung. Neben der Behandlung von Krankheiten gehören dazu auch die Krebsfrüherkennung, der Gesundheits-Check-up, Untersuchungen zur Zahnvorsorge oder die empfohlenen Schutzimpfungen. Darüber hinaus bieten viele Ärzte aber auch individuelle Gesundheitsleistungen an, die ohne entsprechenden Krankheitsverdacht von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden dürfen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Augeninnendruckmessung (Glaukom-Vorsorge)
  • Ultraschalluntersuchung einzelner Organe (Sono-Check)
  • Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs
  • Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA-Test)
  • Zusätzliche Diagnostik in der Schwangerschaft
  • Blutgruppenbestimmung
  • Langzeit-Elektrokardiogramm (EKG)
  • Sportmedizinische Beratung
  • Reisemedizinische Beratung (einschließlich Impfschutz und Impfung)

Nicht jedes Angebot ist sinnvoll

Die IGeL können zwar aus ärztlicher Sicht empfehlenswert sein, aber das bedeutet nicht automatisch, dass sie auch medizinisch notwendig sind. Entscheidend ist der persönliche Nutzen, den sie bieten - was bei vielen dieser Leistungen keineswegs sicher ist. Der Vorteil liegt zunächst eindeutig bei denen, die sie anbieten, weil sie zusätzliche Einnahmen bedeuten. Lassen Sie sich genau über Vor- und Nachteile sowie Alternativen beraten, bevor sie eine Zusatzleistung in Anspruch nehmen. Fragen Sie Ihren Arzt zum Beispiel gezielt nach, worin sich der vom Arzt empfohlene „General-Check" von den BKK Vorsorgeuntersuchungen unterscheidet. Oder ob die Kosten für die IGeL ohnehin nicht von der Kasse übernommen werden. Auch folgende Fragen sind sehr hilfreich:

  • Welchen Nutzen hat die Untersuchungsmethode für mich?
  • Wie gut ist die Methode geprüft?
  • Welche Risiken sind damit verbunden?
  • Welche Folgen ergeben sich aus einem positiven oder negativen Ergebnis?
  • Welche Kosten entstehen für mich?
  • Warum ist die Leistung keine Kassenleistung?

Vorsicht vor häufigen Fehlinformationen

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