Allgemeine Beitragssätze in der Pflichtversicherung (Gültig ab 01.01.2017)

Krankenversicherung - Allgemeiner Beitragssatz 14,6 %

Der allgemeine Beitragssatz gilt für Mitglieder, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung haben.

Rechtliche Hinweise

§ 241 SGB V Allgemeiner Beitragssatz
Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder.

§ 249 Abs. 1 Satz 1 SGB V
Bei versicherungspflichtig Beschäftigten trägt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge des Mitglieds aus dem Arbeitsentgelt nach dem allgemeinen Beitragssatz; im Übrigen tragen die Beschäftigten die Beiträge. 


Krankenversicherung - Ermäßigter Beitragssatz 14,0 %

Für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld gilt der ermäßigte Beitragssatz. Dies gilt allerdings nicht für versicherungspflichtige Rentner. Hauptberuflich Selbstständige zahlen von den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit grundsätzlich den ermäßigten Beitragssatz, es sei denn, es wurde der gesetzliche Anspruch auf Krankengeld gewählt.

Rechtliche Hinweise

§ 243 SGB V Ermäßigter Beitragssatz
Für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt ein ermäßigter Beitragssatz. Dies gilt nicht für die Beitragsbemessung nach § 240 Absatz 4a. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder.

Kassenindividueller Zusatzbeitrag

Seit dem 01.01.2015 ist der bisher für alle Kassen geltende Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 % wegefallen und die Kassen können selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe sie zuzüglich zum allgemeinen Beitragssatz (14,6%) einen Zusatzbeitrag erheben. Der Zusatzbeitrag der Heimat Krankenkasse beträgt ab dem 01.01.2016 1,1 %. Der Beitragssatz der Heimat Krankenkasse beträgt somit insgesamt 15,7 %, der ermäßigte Beitragssatz beträgt insgesamt 15,1 %.

Rechtliche Hinweise

§242 SGB V

Soweit der Finanzbedarf einer Krankenkasse durch die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht gedeckt ist, hat sie in ihrer Satzung zu bestimmen, dass von ihren Mitgliedern ein einkommensabhängiger Zusatzbeitrag erhoben wird. Die Krankenkassen haben den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag als Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen jedes Mitglieds zu erheben (kassenindividueller Zusatzbeitrag).


Beitragssatz aus Versorgungsbezügen 15,7 %

(bei Pflichtmitgliedern)

Beiträge aus Versorgungsbezügen sind nur dann zu entrichten, wenn sie monatlich 148,75 € übersteigen; dann allerdings nicht nur von dem übersteigenden, sondern von dem vollen Betrag. Wie die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen auch die Versorgungsbezüge mit ihrem Zahlbetrag der Beitragspflicht. Die Beiträge aus den Versorgungsbezügen werden vom Rentner alleine getragen.

Wichtige Hinweise

Änderungen des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz wirken sich sowohl bei den Renten der gesetzlichen Rentenversicherung als auch bei den Versorgungsbezügen mit einer Verzögerung von 2 Kalendermonaten aus, sofern die Rentenversicherungsträger oder Zahlstellen die Beiträge aus der Rente beziehungsweise dem Versorgungsbezug einbehalten und an die Heimat Krankenkasse zahlen.

Änderungen des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz wirken sich bei den Versicherten, die den Beitrag aus der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. aus Versorgungsbezügen selbst an die Krankenkasse entrichten mit dem Monat der Änderung des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatzes aus.

 

Pflegeversicherung 2,55 %

Pflegeversicherung Kinderlose 2,80 %

Rentenversicherung 18,7 %

Arbeitslosenversicherung 3,0 %