Papillomaviren

Impfung zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs für junge Mädchen und Frauen

Seit Ende 2006 ist in Deutschland ein Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV) erhältlich. HPV können Gebärmutterhalskrebs, das sog. Zervixkarzinom, verursachen. Zu den HPV gehören eine Gruppe von ca. 80 Viren. Erwiesen ist inzwischen, dass die Viren HPV 16 und HPV 18 an 70 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind. Darauf konzentriert sich der Impfstoff.

Impfung schützt nicht in jedem Fall
Bei etwa 30 % der betroffenen Frauen sind jedoch andere, seltenere HPV-Typen an der Krebsentstehung beteiligt, gegen die sich der Impfstoff nicht richtet. Aus diesem Grund bleiben weiterhin die frauenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen eine wichtige Maßnahme, um Zellveränderungen rechtzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln, bevor Krebs entsteht. 

Informieren möchten wir Sie jedoch auch über die aktuelle Kritik zu nicht eindeutigen Studienergebnissen über die Wirksamkeit der Impfung. Lesen Sie dazu beispielsweise den Artikel im Stern: HPV-Impfung in der Kritik

So erhalten Sie die Impfung
Die STIKO empfiehlt die Impfung für junge Frauen im Alter von 13 bis 17 Jahren. Als Mehrleistung erstattet die Heimat Krankenkasse die Impfkosten Mädchen und Frauen im Alter von 10 bis 25 Jahren. Insgesamt sind drei Impfungen erforderlich. Wenden Sie sich dazu direkt an Ihren Hausarzt. Dort bekommen Sie ein Rezept für den Impfstoff, das Sie in der Apotheke einlösen können. Mädchen und Frauen im Alter von 10 bis 25 Jahren bekommen den verauslagten Betrag anschließend durch die Heimat Krankenkasse erstattet. Dabei wird der Impfstoff in voller Höhe und die ärztliche Leistung in Höhe von 8,25 EUR je Impfung erstattet. Reichen Sie das Originalrezept und die Originalrechnung des Arztes daher einfach bei uns ein.

Gut zu wissen
Übertragen werden die Viren durch den Geschlechtsverkehr. Als Folgen einer HPV-Infektion treten meist harmlose Hauterscheinungen auf, im Genitalbereich entstehen Feigwarzen. Die meisten Frauen können diesen Virus abstoßen, doch wenn der Virus sich in den Zellen des Gebärmutterhalses festsetzt, kann im schlimmsten Fall Krebs entstehen.

Am häufigsten treten die Infektionen zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr auf. Bei 15 bis 20 % dieser Altersgruppe lässt sich das Virus im Genitalbereich nachweisen, auch wenn keine erkennbaren Viruswarzen bestehen. Bei etwa 5 % der infizierten Frauen finden sich die Viren-Untergruppen, die zu Gebärmutterhalskrebs führen können.