Brillen und Sehhilfen

Wenn sie bemerken, dass Ihr Sehvermögen nachgelassen hat, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen und einen Sehtest machen. Dieser kann feststellen, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt und Ihnen bei Bedarf eine Sehhilfe (z.B. Brille, Kontaktlinsen) verordnen. Die Kosten für den Sehtest rechnet Ihr Augenarzt direkt über Ihre Versichertenkarte ab. Die Kosten für Ihre Sehhilfe tragen Sie in den meisten Fällen selbst, denn die Erstattung einer Brille zählt seit vielen Jahren nicht mehr zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Unter bestimmten Voraussetzungen können wir uns jedoch an den Kosten für Ihre Sehhilfe beteiligen. 

Voraussetzungen für die Kostenbeteiligung

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18. Jahren beteiligen wir uns an den Kosten für die Brillengläser in Höhe der bundesweit geltenden Festbeträge. Sind aus medizinischen Gründen Kontaktlinsen notwendig sowie bestimmte Voraussetzungen erfüllt (z.B. bei einer Stärke ab 8 Dioptrien), übernehmen wir auch hier die Kosten.

Erwachsene

Bei Versicherten ab 18 Jahren übernehmen wir die Kosten für Sehhilfen, wenn

  • bestimmte Augenerkrankungen oder -verletzungen bestehen, 
  • Sie eine schwere Sehbeeinträchtigung haben und trotz Brille eine maximale Sehleistung von 30 Prozent nicht erreichen, 
  • Sie Kurz- oder Weitsichtig sind und einen Fernkorrekturausgleich von mehr als sechs Dioptrien benötigen oder 
  • eine Hornhautverkrümmung von mehr als vier Dioptrien vorliegt. 

Fragen Sie Ihren behandelnden Augenarzt, ob Sie zu diesem Personenkreis gehören. Er stellt Ihnen auch die benötigte ärztliche Verordnung aus.

Die Sehhilfenverordnung reichen Sie anschließend bei Ihrem Optiker ein. Dieser berät Sie gerne und teilt Ihnen auch die Höhe des Festbetrages mit. Wie hoch dieser Betrag in Ihrem Fall ist, hängt unter anderem von der benötigten Sehstärke ab. Sollten Sie sich für Brillengläser entscheiden, die den Festbetrag überschreiten, zahlen Sie die zusätzlichen Kosten selbst.

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund gesetzlicher Vorgaben keine Kosten für Brillengestelle und Pflegemittel für Kontaktlinsen übernehmen dürfen.

Unser Tipp: Ergänzen Sie Ihren gesetzlichen Leistungsanspruch durch eine private Zusatzversicherung für Brillen und Sehhilfen. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne. 

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