Vorsorgekuren

Bei Ihnen liegt ein Gesundheitsrisiko vor, das voraussichtlich in absehbarer Zeit zu einer Erkrankung führen kann? Die Behandlungsmöglichkeiten an Ihrem Wohnort sind nicht mehr ausreichend oder bereits ausgeschöpft? Dann kann die Möglichkeit einer ambulanten oder stationären Vorsorgekur in Erwägung gezogen werden. Eine Vorsorgekur soll die bereits geschwächte Gesundheit stärken, Beschwerden lindern und die Verschlimmerung bzw. den Ausbruch einer Krankheit verhindern.

Voraussetzungen

  • Ambulante Behandlungsmöglichkeiten am Wohnort sind ausgeschöpft oder nicht zielführend.
  • Es liegt eine Bescheinigung Ihres Arztes über die medizinische Notwendigkeit vor.
  • Die Vorsorgekur muss vor Antritt der Maßnahme beantragt und die Kostenübernahme von uns bestätigt werden.
  • Bitte beachten Sie: Nur wenn die sozialmedizinische Notwendigkeit aufgrund der eingereichten medizinische Begründung im Rahmen einer Prüfung (ggf. durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung) bestätigt wird, kann eine Kostenübernahme erfolgen.
  • Bei der Vorsorgemaßnahme handelt es sich nicht um ein Pauschalangebot.

Ambulante Vorsorgekuren

Eine ambulante Vorsorgekur wird in einem staatlich anerkannten Kurort erbracht. Die Dauer einer Kur beträgt mindestens 14, maximal 21 Tage. Arbeitnehmer müssen während der ambulanten Vorsorgekur Urlaub nehmen, ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht nicht. Eine Wiederholung einer ambulanten Vorsorgekur kann vor dem Ablauf von drei Jahren nur erfolgen, wenn eine vorzeitige Leistung aus medizinischen Gründen zwingend erforderlich ist. 

1. Ambulante Vorsorgekur in Deutschland

  • Bei einer umgangssprachlich genannten Badekur organisieren Sie die An- und Abreise, die Unterkunft und die Verpflegung selber.
  • Vor Ort suchen Sie einen zugelassenen Badearzt auf, der nach eingehender Untersuchung die erforderlichen Heilmittel verordnet.
  • Die Heilmittelverordnung lösen Sie direkt beim Therapeuten ein.
  • Die Kosten der ärztlichen Behandlung und die der Heilmittel werden abzüglich der von Ihnen zu leistenden gesetzlichen Zuzahlung direkt mit der Heimat Krankenkasse abgerechnet. Sie müssen also nicht in Vorleistung treten (Ausnahme: gesetzliche Zuzahlung).
  • An den Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe und Fahrt beteiligt sich die Heimat Krankenkasse zusätzlich mit einem Zuschuss von 16 Euro täglich.

2. Ambulante Vorsorgekur im Ausland

Eine Kostenbeteiligung ist in folgenden Ländern möglich:

  • Estland
  • Frankreich
  • Italien
  • Luxemburg
  • Österreich
  • Polen
  • Rumänien
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Ungarn

Sie als Versicherter müssen in Vorleistung treten. Die Therapien vor Ort müssen individuell von einem Badearzt verordnet werden. Eine Kostenbeteiligung an einer Pauschalreise mit festgelegtem Kurpaket ist daher nicht möglich. Die in Anspruch genommenen Leistungen werden maximal nach deutschen Sätzen abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung und eines Verwaltungskostenabschlags erstattet.

3. Kompaktkur 

Eine ambulante Vorsorgekur kann auch als Kompaktkur durchgeführt werden. Viele Kurorte haben sich auf die Behandlung bestimmter Erkrankungen spezialisiert. In der Regel finden diese in Gruppen statt. Die Gruppenteilnehmer profitieren zum einen von den therapeutischen Maßnahmen, zum anderen aber auch von einem persönlichen Erfahrungsaustausch Gleichgesinnter, die ähnliche oder gleiche Erkrankungen haben. Eine Kompaktkur findet immer zu festen Terminen statt. Die Heimat Krankenkasse bietet Ihnen in diesem Zusammenhang zwei Kompaktkuren an

Wichtig: Eine Wiederholung der gleichen Maßnahme ist in der Regel nicht vor Ablauf von drei Jahren möglich.

Stationäre Vorsorgekuren

Manchmal reichen ambulante ärztliche Behandlungen und Vorsorgeleistungen nicht aus, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. In diesem Fall könnte auch eine stationäre Vorsorgekur infrage kommen. Sprechen Sie uns dazu einfach an. Versicherte, die mindestens 18 Jahre alt sind und eine stationäre Vorsorgekur in Anspruch nehmen, müssen eine Zuzahlung von 10 Euro je Kalendertag leisten. Eine Wiederholung einer stationären Vorsorgemaßnahme kann vor dem Ablauf von vier Jahren nur erfolgen, wenn eine vorzeitige Leistung aus medizinischen Gründen dringend erforderlich ist. 

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