Zahnersatz aus dem Ausland

Untersuchung beim ZahnarztZahnersatz ist teuer - um Geld zu sparen, wagt mancher Versicherter den Weg über die Grenze. Doch ist der Zahnersatz aus dem Ausland tatsächlich billiger und besser?

Sie haben die Möglichkeit, Zahnersatz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes inklusive der Schweiz anfertigen zu lassen. Die Kostenerstattung erfolgt dann in Höhe der deutschen Festzuschüsse, jedoch beträgt sie nicht mehr als die tatsächlichen Kosten. Grundsätzlich ist zuerst einmal wichtig, dass Zahnersatz nach deutschem Recht notwendig ist.

Lassen Sie sich von uns beraten:

Jeder Zahnersatz ist eingebunden in einen Behandlungsplan, der von der Vorbehandlung über die Eingliederung bis zur Nachsorge reicht. Da macht es wenig Sinn, die Behandlung auf mehrere Zahnärzte aufzuteilen. Deshalb die Empfehlung, alles von demselben Fachmann durchführen zu lassen. Mehraufwand wird vermieden und es herrscht Klarheit wer die Gewährleistung übernimmt.

Bei Fragen zur Planung Ihres Zahnersatzes helfen die ausgebildeten zahnärztlichen Fachkräfte der Heimat Krankenkasse gerne weiter. Informationen gibt es auch über die Patientenberatungsstellen bei Zahnärztekammern und bei Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.

Detaillierte Informationen zum Zahnersatz im Ausland:

Wie gehe ich richtig vor?

Bei Zahnersatz handelt es sich um eine genehmigungspflichtige Leistung.
Hierfür ist das im Inland vorgeschriebene Antragsverfahren einzuhalten.

Wer haftet für Nachbesserungen?

Bei Nachbesserungen innerhalb der Gewährleistungspflicht müssen Sie in der Regel wieder zu dem Arzt ins Ausland reisen, der den Zahnersatz angefertigt hat.

Wie erfolgt die Abrechnung?

Die Behandlungskosten selbst werden vom Versicherten ausgelegt und gegen Vorlage der Rechnung erstattet.

Zahnersatz zum Nulltarif?

Bei einer realistischen Kalkulation müssen auch Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung, sowie Kosten im Zusammenhang mit Vor- und Nachbehandlungen berücksichtigt werden.

Einige Fakten zum Zahnersatz im Ausland:

2004 untersuchte der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in Rheinland-Pfalz 60 Patienten mit ausländischem Zahnersatz. Das Ergebnis: In 23 % der Fälle war der Zahnersatz zufriedenstellend hinsichtlich Planung und Qualität. 28 % der Behandlungen wiesen kleine Mängel auf. Bei 48 % musste nachträglich eingegriffen werden. Unterm Strich erwiesen sich die Auslandsbehandlungen aufgrund der Korrekturen als teurer. Im einzelnen wurde festgestellt, dass

  • Zähne unnötigerweise überkront wurden: 74 von 76 Kronen bekamen das Prädikat „fraglich notwendig";
  • Füllungen oder Inlays in vielen Fällen ausreichend und teilweise billiger gewesen wären;
  •  Zahnsubstanz zerstört wurde, da durch massives Beschleifen oft nur Stümpfe übrig blieben; 
  • Kronenränder ungenau gearbeitet wurden und Kauflächen nicht optimal zusammenpassten.