Trendsport auf dem Wasser

Simone Habighorst

Stand-up-Paddling

Ein Brett, ein Paddel, die richtige Balance und los geht‘s. Stand-up-Paddling ist alles andere als langweilig und ein effektives Ganzkörper-Workout. Wir stellen die ungewöhnliche Sportart vor.


Die polynesischen Fischer sind schon immer aufrecht in ihren Kanus gepaddelt, um vor der Küste von Tahiti einen möglichst guten Überblick zu haben. Vor etwa 20 Jahren haben Surfer auf Hawaii nach diesem Vorbild das Stand-up-Paddling (SUP) entwickelt, um sich auch an wellenarmen Tagen fit zu halten. Seit einiger Zeit wird die Sportart auch auf vielen deutschen Seen angeboten. In der Profi-SUP-Szene gibt es mittlerweile Wettkämpfe über längere Distanzen und Varianten wie das Wildwasser-SUP. Für Einsteiger und Freizeitsportler reichen aber erst einmal die seichten Gewässer.

Die Technik

Wer noch keine Erfahrung im Wellenreiten oder Surfen hat, muss sich auch beim SUP zunächst mit dem Brett vertraut machen. Das Aufsteigen und Aufstehen ist am Anfang ein Balanceakt. Auch die Haltung des Paddels und das richtige Einstechen ins Wasser bedarf einiger Übung. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Einsteigerkurs auf einem der vielen deutschen Seen zu machen. Doch wenn man den Dreh raus hat, macht das Paddeln richtig Spaß und man kann Techniken wie Seitenwechsel, Wende und Drehungen üben. Für Fortgeschrittene gibt es sogar Yogaübungen auf dem Brett. Wir zeigen Ihnen erst mal die wichtigsten Schritte für den Einstieg:

  1. Aufsteigen: Mittig neben das Brett stellen und das Paddel quer über das Brett legen. Jetzt beide Hände aufstützen und das Knie, das zum Brett zeigt, auf das Brett ziehen.
  2. Aufsteigen: Dann auch das zweite Bein auf das Board ziehen, die Knie möglichst parallel und etwas auseinander. Das gibt mehr Stabilität. 
  3. Aufstehen: Jetzt das Paddel in die Hand nehmen und langsam aufrichten. Das Paddel hilft beim Gleichgewichthalten.
  4. Paddeln: Die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Ein Arm fasst das Paddel am oberen Ende, der zweite ungefähr in der Paddelmitte an, so- dass ein Kräftedreieck entsteht. Dann das Paddel möglichst weit vorne senkrecht ins Wasser stechen. Das Brett an das Paddel heranziehen (so geht‘s vorwärts) und schließlich das Paddelblatt um 90 Grad drehen, aus dem Wasser holen und flach über die Wasseroberfläche ziehen.

SUP für Fortgeschrittene: Yogaübungen auf dem Brett

Der Fitnessfaktor

Wer glaubt, das Paddeln sei langweilig und habe nichts mit Sport zu tun, der täuscht sich gewaltig. Beim SUP handelt es sich um ein effektives Ganzkörpertraining. Allein das Gleichgewichthalten beansprucht zahlreiche Muskelgruppen. Bauch, Rücken, Beine und die Oberkörpermuskulatur werden gestärkt. Beim Paddeln kommt außerdem die Armmuskulatur zum Einsatz. Die Sportart ist gelenkschonend und im Prinzip für jedes Alter geeignet. Aber: Schwimmen sollte man auf jeden Fall können.

Die Ausrüstung

Es gibt feste Paddelboards oder aufblasbare, die für den Transport, zum Beispiel in den Urlaub, sehr praktisch sind. Die Preise bewegen sich etwa zwischen 500 und 1.500 Euro. Für Anfänger oder Gelegenheitspaddler macht es aber am meisten Sinn, sich ein Board zu leihen. In Deutschland gibt es mittlerweile 228 sogenannte SUP-Spots, an denen man die Sportart betreiben kann. Mehr zum Beispiel unter: www.supzones.com.

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Über den Autor

Simone Habighorst - Als Zuständige für den Bereich Marketing und Kommunikation verfasse ich redaktionelle Artikel für unsere Website. 
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