Wahr oder falsch? Lesen im Dunkeln schadet den Augen

Simone Habighorst

Mädchen liest Buch mit Taschenlampe

Unsere Frage an Dr. med Reinhard Burk

Um das Thema Gesundheit ranken sich viele Mythen und Mären. Die Heimat Krankenkasse geht ihnen auf den Grund und forscht nach, was wahr daran ist oder aber einfach nicht stimmt. Heute fragen wir uns, ob Lesen bei schlechtem Licht tatsächlich die Augen verdirbt.


Wer hat nicht als Kind heimlich unter der Bettdecke gelesen – und ist dafür von den Eltern mit den Worten „Lesen im Dunkeln verdirbt die Augen!“ zum Ausschalten der Taschenlampe aufgefordert worden? Doch schädigt es die Augen tatsächlich, wenn man sich bei Dämmerlicht in ein spannendes Buch vertieft?

Prof. Dr. med. Reinhard Burk, Chefarzt der Augenklinik des Klinikums Bielefeld-Rosenhöhe, gibt Entwarnung. „Das Lesen bei schummeriger Beleuchtung strengt die Augen zwar mehr an als bei Tageslicht, zu langfristigen Schädigungen wie etwa einer Kurzsichtigkeit führt dies entgegen einer weit verbreiteten Meinung aber nicht“, betont er. Bei geringer Beleuchtung weiten sich die Pupillen und verschlechtert sich die Tiefenschärfe, so dass die Augen schneller ermüden und auch schon einmal gerötet sein können. Doch wenn sie nach dem Schmökern unter der Bettdecke genügend Schlaf bekommen, erholen sie sich schnell wieder.

Verwandte Artikel

Über den Autor

Simone Habighorst - Als Zuständige für den Bereich Marketing und Kommunikation verfasse ich redaktionelle Artikel für unsere Website. 
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zu meinem Artikel? Schreiben Sie mir eine E-Mail an newsportal(at)heimat-krankenkasse.de

zurück