Allgemeine Beitragssätze in der Pflichtversicherung (Gültig ab 01.01.2020)

Krankenversicherung - Allgemeiner Beitragssatz 14,6 %

Der allgemeine Beitragssatz gilt für Mitglieder, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung haben.

Rechtliche Hinweise

§ 241 SGB V Allgemeiner Beitragssatz
Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder.

§ 249 Abs. 1 Satz 1 SGB V
Bei versicherungspflichtig Beschäftigten trägt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge des Mitglieds aus dem Arbeitsentgelt nach dem allgemeinen Beitragssatz; im Übrigen tragen die Beschäftigten die Beiträge. 


Krankenversicherung - Ermäßigter Beitragssatz 14,0 %

Für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld gilt der ermäßigte Beitragssatz. Dies gilt allerdings nicht für versicherungspflichtige Rentner. Hauptberuflich Selbstständige zahlen von den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit grundsätzlich den ermäßigten Beitragssatz, es sei denn, es wurde der gesetzliche Anspruch auf Krankengeld gewählt.

Rechtliche Hinweise

§ 243 SGB V Ermäßigter Beitragssatz
Für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt ein ermäßigter Beitragssatz. Dies gilt nicht für die Beitragsbemessung nach § 240 Absatz 4a. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder.

Kassenindividueller Zusatzbeitrag

Der Zusatzbeitrag der Heimat Krankenkasse liegt seit dem 01.01.2016 konstant bei 1,1 %. Der Beitragssatz der Heimat Krankenkasse beträgt somit insgesamt 15,7 %, der ermäßigte Beitragssatz beträgt insgesamt 15,1 %.

Rechtliche Hinweise

§242 SGB V

Soweit der Finanzbedarf einer Krankenkasse durch die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht gedeckt ist, hat sie in ihrer Satzung zu bestimmen, dass von ihren Mitgliedern ein einkommensabhängiger Zusatzbeitrag erhoben wird. Die Krankenkassen haben den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag als Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen jedes Mitglieds zu erheben (kassenindividueller Zusatzbeitrag).


Beitragssatz aus Versorgungsbezügen 15,7 %

(bei Pflichtmitgliedern)

Bisher zahlten Versorgungsbezieher auf die gesamten Leistungen der betrieblichen Altersversorgung den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung, wenn die Rente über der Freigrenze lag. Das Bundeskabinett hat Ende 2019 einen Gesetzesentwurf beschlossen, der ab dem 1. Januar 2020 in vielen Fällen zu einer Beitragsminderung führen soll: Für Leistungen der betrieblichen Altersversorgung wird zusätzlich zur Freigrenze ein Freibetrag eingeführt. Somit ist nur noch der Betrag beitragspflichtig, der die Grenze in Höhe von 159,25 Euro übersteigt. Dieser Freibetrag findet gleichermaßen sowohl auf monatliche Zahlungen als auch auf die Verbeitragung einmaliger Kapitalauszahlungen Anwendung. Versicherungspflichtige Mitglieder der Krankenversicherung werden dadurch ganz oder teilweise entlastet. In der Pflegeversicherung hingegen ändert sich nichts, die Pflegeversicherungsbeiträge sind weiterhin auf die gesamte Versorgung zu entrichten.

Da die Umsetzung dieser Gesetzesänderung einen erheblichen Verwaltungsaufwand aufseiten der Zahlstellen, aber auch der gesetzlichen Krankenversicherung nach sich zieht, wird der Termin 1. Januar 2020 nicht eingehalten werden können. Die Heimat Krankenkasse wird sobald wie möglich die gegebenenfalls zu viel entrichteten Beiträge erstatten.

Wichtige Hinweise

Änderungen des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz wirken sich sowohl bei den Renten der gesetzlichen Rentenversicherung als auch bei den Versorgungsbezügen mit einer Verzögerung von 2 Kalendermonaten aus, sofern die Rentenversicherungsträger oder Zahlstellen die Beiträge aus der Rente beziehungsweise dem Versorgungsbezug einbehalten und an die Heimat Krankenkasse zahlen.

Änderungen des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz wirken sich bei den Versicherten, die den Beitrag aus der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. aus Versorgungsbezügen selbst an die Krankenkasse entrichten mit dem Monat der Änderung des kassenindividuelle Zusatzbeitragssatzes aus.

 

Pflegeversicherung 3,05 %

Pflegeversicherung Kinderlose 3,30 %

Rentenversicherung 18,6 %

Arbeitslosenversicherung 2,4 %