Entgeltersatzleistungen und Steuern

Wenn Sie Entgeltersatzleistungen wie z. B. Kranken-, Mutterschafts- oder Verletztengeld erhielten, sind diese Zahlungen in der Steuererklärung anzugeben. Die Heimat Krankenkasse übermittelt entsprechende Daten direkt an die Finanzverwaltung.

Bei Entgeltersatzleistungen handelt es sich um Leistungen, die von den Trägern der Sozialversicherung zum Ausgleich des ausgefallenen Einkommens gewährt werden. Die Heimat Krankenkasse zahlt im Falle einer längeren Krankheit Krankengeld, während einer Schwangerschaft und nach Geburt Mutterschaftsgeld und bei Erkrankung eines Kindes Kinderkrankengeld. Darüber hinaus zahlen wir im Auftrag der Unfallversicherung Verletztengeld aus.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Entgeltersatzleistungen und Steuern

Warum übermittelt die Heimat Krankenkasse gezahlte Entgeltersatzleistungen an das Finanzamt?

Sozialversicherungsträger sind gesetzlich dazu verpflichtet, die gezahlten Entgeltersatzleistungen elektronisch an die Finanzverwaltung zu melden.

Wie erfolgt die Datenübermittlung an das Finanzamt?

Bis zum 28. Februar des Folgejahres werden die Daten aus dem vergangenen Jahr elektronisch an die Finanzämter übermittelt. Die Meldung erfolgt unter Angabe der Steuer-ID, Ihrer individuellen Identifikationsnummer.

Werde ich über die Datenübermittlung informiert?

Insofern Sie Entgeltersatzleistungen bezogen haben, erstellen wir Ihnen automatisch eine Bescheinigung für Ihre Unterlagen. Die Bescheinigung über bezogene Entgeltersatzleistungen senden wir Ihnen unaufgefordert bis spätestens zum 31. März zu.

Warum sind auf der Bescheinigung Zahlungen aus dem aktuellen Jahr vermerkt?

Nach dem Zuflussprinzip sind Geldleistungen für das Jahr zu bescheinigen, in dem sie gezahlt wurden. Laut Steuerrecht sind Geldleistungen - die für das Vorjahr oder frühere Zeiträume - bis zum 10. Januar des aktuellen Jahres gezahlt wurden, dem Vorjahr zuzuordnen. Ein Beispiel:

Die Heimat Krankenkasse hat Ihnen am 2. Januar des aktuellen Jahres Krankengeld als Entgeltersatzleistung für einen Krankheitszeitraum aus Dezember des Vorjahres gezahlt. Die Zahlung ist steuerrechtlich dem Vorjahr zuzuordnen.

Entgeltersatzleistungen für das Vorjahr, die Ihnen von der Heimat Krankenkasse jedoch erst nach dem 10. Januar des Folgejahres gezahlt wurden, berücksichtigt das Finanzamt dagegen für das Folgejahr.

Warum ist auf der Bescheinigung einer höherer Betrag ausgewiesen, als tatsächlich bezogen wurde?

Der Finanzverwaltung sind die Bruttobeträge der gezahlten Entgeltersatzleistungen zu übermitteln. Bei dem Krankengeld-Auszahlungsbetrag, welchen wir Ihnen überwiesen haben, wurden die Beiträge zur Sozialversicherung in Abzug gebracht und entsprechend abgeführt.