Papillomaviren (Gebärmutterhalskrebs)

 

Seit Ende 2006 ist in Deutschland ein Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV) erhältlich. Neben Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) können Krebsformen im Mund- oder Rachenraum, am Darmausgang oder Genitalwarzen durch eine HPV-Infektion verursacht werden. Zu den HPV gehört eine Gruppe von ca. 100 Viren. Erwiesen ist inzwischen, dass die Viren HPV 16 und 18 an 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind. Auf diese konzentriert sich der Impfstoff.

Die Impfung gegen HPV wird für alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren als Standardimpfung empfohlen. Versäumte Impfungen können darüber hinaus bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt und direkt über die elektronische Gesundheitskarte abgerechnet werden. 

HPV-Impfung für Jungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen humane Papillomaviren auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Analog zu der Impfempfehlung bei Mädchen sollen versäumte Impfungen bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird die HPV-Impfung voraussichtlich erst Anfang 2019 als Kassenleistung beschließen. Dennoch nimmt die Heimat Krankenkasse die aktuelle STIKO-Empfehlung zum Anlass, die Kosten der HPV-Impfung für Jungen im Alter von 9 bis 17 Jahren (bis zu einem Tag vor dem 18. Geburtstag) in voller Höhe (Impfstoff und ärztliche Leistung) zu erstatten.

Kostenübernahme ab 18 Jahren

Versicherte ab dem Alter von 18 Jahren erhalten für die erforderlichen Impfungen gegen HPV im Rahmen unseres jährlichen Impf-Budgets einen Zuschuss von bis zu 100 Euro pro Kalenderjahr. Hierzu sind lediglich die Rechnungsbelege unter Angabe der aktuellen Bankverbindung bei der Heimat Krankenkasse einzureichen.

Abhängig vom Alter bei der ersten Impfung werden zum vollständigen Impfschutz zwei oder drei Impfungen verabreicht.

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