Wie Nasenspray-Sucht entsteht und wie die Entwöhnung klappt
Wer kennt es nicht: Sitzt der Schnupfen in der Nase fest, hilft der Griff zum Taschentuch nicht mehr. Abschwellendes Nasenspray kann in solchen Fällen für eine freie Nase sorgen, die Methode birgt aber auch Gefahren: Laut Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sind etwa 100.000 Deutsche von Nasenspray abhängig. Warum manche eine Sucht entwickeln können und welche Alternativen es gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Entstehung der Nasenspray-Sucht: Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin wirken schnell, können bei längerer Anwendung jedoch ein Rebound-Phänomen auslösen – die Nasenschleimhäute schwellen dauerhaft an und machen abhängig.
- Ab wann wird es kritisch? Bereits nach etwa ein bis zwei Wochen regelmäßiger Nutzung kann sich eine Abhängigkeit entwickeln; empfohlen wird daher eine Anwendung von höchstens sieben Tagen.
- Anzeichen und Folgen: Typisch sind psychische Abhängigkeit (Angst ohne Spray nicht atmen zu können) sowie körperliche Beschwerden wie chronischer Schnupfen, Nasenbluten, trockene Schleimhäute und langfristige Schleimhautschäden.
- Entwöhnung und Alternativen: Hilfe bieten Methoden wie Ein-Loch-Therapie, Ausschleichen oder kalter Entzug; langfristig sind Alternativen wie Meerwassersprays, Inhalationen oder Nasenspülungen schonender für die Nase.
















