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Datum:31.07.2026 - Kategorie: Geburt
Lesedauer:ca. 21 Min.

Geburtsverletzungen – wie Sie das Risiko für Dammriss & Co. senken

Den Moment, in dem ich riss, werde ich nicht vergessen. Die Hebamme sah Milos Haare schon, er war schon fast da. Doch sein Kopf steckte im Geburtskanal fest. Er kam nicht weiter. „Das Kind kriegt jetzt ein bisschen Stress“, sagte die Hebamme mit Blick aufs CTG und Milos schnellen Herzschlag. Die Wehen hatten nachgelassen. Ich spürte, dass der Kopf so nicht durch mich durchpasste. „Du musst pressen!“ sagte die Hebamme. Also presste ich. Mit all meiner Kraft. Und riss. Es klang wie ein lautes Ploppen, als meine Scheide und meine rechte Schamlippe borsten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Geburtsverletzungen sind häufig: Etwa acht von zehn Erstgebärenden erleiden während einer vaginalen Geburt eine Verletzung im Intimbereich. Schwere Verletzungen sind jedoch selten.
  • Viele Faktoren spielen eine Rolle: Das Risiko für Geburtsverletzungen hängt unter anderem vom Geburtstempo, der Gebärposition, der Größe des Kindes und der individuellen Beschaffenheit des Gewebes ab.
  • Vorbeugung ist nur begrenzt möglich: Entspannung, eine passende Gebärposition und die Begleitung durch Hebamme oder Arzt können helfen. Einen sicheren Schutz vor Geburtsverletzungen gibt es jedoch nicht.
  • Heilung braucht Zeit: Die meisten Geburtsverletzungen heilen innerhalb weniger Wochen. Bei einigen Frauen können Beschwerden, beispielsweise beim Sitzen oder Geschlechtsverkehr, jedoch länger anhalten.
  • Beschwerden ernst nehmen: Halten Schmerzen oder andere Beschwerden an, sollten sie gynäkologisch abgeklärt werden. Je nach Situation können unter anderem Beckenbodentraining, Narbenbehandlung oder weitere Therapien helfen.
Anne Neul

Von Anne Neul

Anne Neul ist Life Coach, Netzwerkerin und freie Gesundheitsjournalistin. Sie ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Ihre Themen-Schwerpunkte sind Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, Gesundheit und Familie.

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